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Sonntag, 24. Mai 2015

tot in Mitte - Spaziergänge zu Kirchen, Friedhöfen und Erinnerungsorten in Berlin-Mitte

Bild von der Verlags-Homepage

Die beiden Autoren H. Christof Müller-Busch und Joachim Werner haben auf 160 Seiten dieses Buch im Paperback-Format im be.bra verlag herausgebracht.

Sie haben fünf Routen mit verschiedenen Themen durch Berlins Mitte zusammengestellt, die sich weitesgehend mit dem Tod befassen.

Die Route 1 beschreibt in sieben Kapiteln unter der Überschrift Alt-Berlin die Kirchen im Bezirk Mitte, die in direktem Zusammenhang mit dem Tod stehen. So führt die Route u.a. zum Berliner Dom, der Heilig Geist Kapelle, oder auch der weniger bekannten Parochialkirche in der Klosterstraße.

Die 2. Route befasst sich mit dem Judentum und führt den interessierten Leser zu verschiedenen Orten, auch außerhalb Berlins Mitte, bis nach Weißensee auf den Jüdischen Friedhof in der Herbert-Baum-Straße zu insgesamt 8 Zielen.

Im dritten Kapitel geht es um die Wissenschaft und führt von der Berliner Akademie, über das Anatomische Theater der Tierarzneischule über zwei weitere Stationen bis zum Leichenschauhaus.

Freitag, 1. Mai 2015

Sowjetische Kriegsgräberstätten in Deutschland - eine Datenbank im Netz

Titelbild der Homepage 'Sowjetische Kriegsgräberstätten in Deutschland'  



Deutsch-Sowjetische Freundschaft, das war einmal.
Gerade in der heutigen Zeit sind nur wenige gemeinsame Anlässe oder Aktionen zu finden.
Doch vor wenigen Tagen hat es endlich mal wieder ein gemeinsames, völkerverständigendes Projekt gegeben. In feierlichem Rahmen wurde in der Russischen Botschaft Unter den Linden in Berlin das gemeinsame Internetportal 'Sowjetische Kriegsgräberstätten in Deutschland' eröffnet.

Das Portal widmet sich den derzeit 4.101 bekannten Orten in Deutschland, an denen sowjetische Bürger, welche Opfer der Gewaltherrschaft Deutschlands zu Zeiten des 2. Weltkrieges ihre letzte Ruhestätte gefunden haben, bzw. an denen Mahnmale zu deren Gedenken aufgestellt wurden.
Auch werden die Gräber der russischen Kriegsgefangenen des 1. Weltkrieges und die der stationierten Soldaten aus der Besatzungszeit dokumentiert.
Derzeit geht man von rund 650.000 Bürgern und Bürgerinnen der ehemaligen Sowjetunion aus, die auf deutschem Boden während der beiden Weltkriege ihr Leben als Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene oder gefallene Soldaten verloren haben.
Ziel dieser neuen Dokumentation ist es, sowohl immer neue gefundene Grabstellen noch besser erforschen zu können, aber auch die Opferzahlen genauer bestimmen zu können.

Die Dokumentation ist zweisprachig, in deutsch und auf russisch, erschienen und soll Forschern und Schulen aber auch Angehörigen und allen Interessierten einen Überblick zu den Grabstätten und Mahnmalen geben.

Initiiert wurde dieses seit Jahren erarbeitete Projekt vom Deutsch-Russischen Museum Berlin-Karlshorst, gemeinsam mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. und der Botschaft der Russischen Föderation.

Gefördert wird das Projekt durch die Stiftung 'Erinnerung Verantwortung Zukunft - 'evz' und 'Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien'.


Dienstag, 6. Januar 2015

Stuttgarter Friedhofsführer - Ein Wegweiser zu Gräbern bekannter Persönlichkeiten

Erschienen 2012 im Silberburg-Verlag
Wie der Untertitel schon erahnen lässt, bietet der Stuttgarter Friedhofsführer eine wunderbare Möglichkeit den Grabstätten berühmter Persönlichkeiten, welche in der Baden-Württembergischen Landeshauptstadt ihre letzte Ruhestätte gefunden haben, einen Besuch abzustatten. 
Neben gut lesbaren Lageplänen, auf denen die jeweiligen Gräber eingetragen sind, bietet der Führer viele Informationen der beigesetzten Persönlichkeiten incl. einer fotografischen Darstellung der jeweiligen Grabstätte, was deren Aufsuchen relativ einfach macht. Dies ist bei manchen Grabstätten doch sehr hilfreich, da manches Mal die Namenszüge oder Daten nicht mehr lesbar sind und die Grabstätten ohne vorhandenes Bildmaterial nur schwer aufzufinden sind.
Neben den Ausführungen zu den verschiedenen Persönlichkeiten, bietet der Friedhofsführer auch viele Informationen rund um die jeweiligen Friedhöfe, wie deren Entstehungsgeschichte, deren Größe, oder auch Anzahl der vorhandenen Grabstellen. Ergänzt werden diese Angaben durch die Anschrift und die Anbindung an den ÖPNV benannt.

Den fünf geschichtlich relevanteren Friedhöfen, Fangelsbachfriedhof, Hoppenlaufriedhof, Pragfriedhof, Uffkirchhof und Waldfriedhof sind die ersten 115 Seiten des Buches gewidmet. Auf den restlichen rund 60 Seiten werden 20 weitere Friedhöfe der Stadt mit Gräbern bekannter Persönlichkeiten vorgestellt. Zudem ist ein kurzes Kapitel am Ende des Buches noch den Kirchengräbern und Grablegen, wie z.B. in der Schlosskirche im Alten Schloss, oder auch der Grabkapelle auf dem Württemberg gewidmet.

Samstag, 20. Dezember 2014

Die Friedhöfe bei Schloss Solitude

Das Buch ist 2012 im
Bärenfelser Verlag erschienen.
Den meisten ist wahrscheinlich nicht bekannt, dass es beim Schloss Solitude mehrere Friedhöfe gegeben hat. 
Viele der Schlossbesucher wissen nicht mal, dass es in der Nähe, an der Zufahrt, überhaupt noch einen Friedhof gibt.
Das hier vorgestellte Buch erzählt die Geschichte der verschiedenen Friedhöfe am Schloss Solitude.
Aber auch die Schlossgeschichte findet Einzug in die sehr detaillierte und gut zu lesende Geschichte über die Friedhöfe am Schloss Solitude.

Im Übrigen handelt es sich bei dem seit 1866 bestehenden Solitude-Friedhof um den einzigen Friedhof in Landesverwaltung. Alle anderen Friedhöfe im Bundesland Baden-Württemberg werden von den Städten oder Gemeinden verwaltet.

Der Friedhof verfügt heute nicht mal mehr über 30 Grabstätten, darunter jedoch so bekannte wie die der Familie von Graevenitz (dem Maler Fritz von Graevenitz ist ein eigenes kleines Museum in den Schlossbauten gewidmet), Mitglieder der Familie von Weizsäcker, oder auch dem Ballettchoreographen John Cranko, der das Stuttgarter Staatsballett zu weltruhm geführt hat.

Folkmar Schiek, der Autor des Buches veranstaltet ab und an Führungen über den Friedhof. An einer dieser Führungen habe ich im Zuge 'Tag des offenen Denkmals' im September 2014 teilgenommen und bin so auf das Buch aufmerksam geworden.
Folkmar Schiek, 1969 in Stuttgart geboren und aufgewachsen, ist gelernter Industriekaufmann. Nach der Ausbildung folgte ein Studium der Personalwirtschaft, es folgte eine Ausbildung zum Mediator. Im Jahr 2009 hat Schiek den Beruf gewechselt und ist seit dem als Bestatter selbstständig tätig, sowie als Trauerbegleiter, Mediator und Coach.
Nebenher betätigt sich Schiek als Maler. Seit einiger Zeit hat Folkmar Schiek ab und an eigene Ausstellungen, in denen man seine Werke bewundern kann.

Freitag, 19. Dezember 2014

Stuttgart Der Friedhofswegweiser - Diesseits und Jenseits


 Titelseite . Einige Städte in der Bundesrepublik, darunter auch die Stadt Stuttgart, geben einen kostenlosen Friedhofswegweiser aus.
Herausgegeben werden diese Friedshofsführer von den Städten, erstellt und gedruckt vom Mammut Verlag. Auf deren homepage kann man eine Übersicht finden, für welche Städte sie diese kostenlosen Friedhofswegweiser erstellen.
Finanziert werden sie aus Werbemitteln.

Der Friedhofswegweiser für Stuttgart umfasst knapp 230 Seiten, jedoch besteht in etwa die Hälfte aus Werbung. Da die Werbeseiten fast komplett hinten angestellt sind, kann man den Friedhofsführer auf den informativen Seiten im Grunde ohne Werbung durch sehen.

In dem Wegweiser werden mit Ausnahme der vier Israelischen Friedhöfe der Stadt, die anderen 45 Friedhöfe kurz vorgestellt. Sie enthalten Informationen zu Größe, Lage, Grabanlagen berühmter Verstorbener, Anschrift und Anbindung an den ÖPNV.
Jeder Friedhof wird mit ein paar Aufnahmen bebildert vorgestellt, es ist ein kurzer Text zum Friedhof und ein Lageplanvorhanden, in dem die Gräber der bekannten Persönlichkeiten gekennzeichnet sind.
Außerdem enthält das Büchlein eine Übersicht der Inserenten, sortiert nach Themen, wie Bestatter, Urnerhersteller, Friedhofsgärtnereien, Blumengeschäften, und vieles mehr.

Die aktuell vorliegende Ausgabe des Friedhofswegweisers der Stadt Stuttgart ist im März 2011 erschienen.

 Link zum Friedhofswegweiser der Stadt Stuttgart

 Link zum Mammut-Verlag