Donnerstag, 4. Juni 2015

Eduard Mörike - Lyriker, Erzähler und Übersetzer

* 08. September 1804 in Ludwigsburg / † 04. Juni 1875 in Stuttgart




Eduard Mörike ist uns heute als Schriftsteller und Erzähler bekannt. Sein eigentlicher Beruf war jedoch der des evangelischen Pfarrers. Doch mit diesem von ihm selbst als 'Brotberuf' bezeichneten Amt hat er bis zu seiner sehr zeitigen Pensionierung im Alter von 39 Jahren stets gehadert.

Später war er noch als Lehrer tätig, da er vom Schreiben allein nicht leben konnte. Zu Lebzeiten wurde Mörike als bedeutendster Lyriker zwischen der Romantik und dem Realismus und nach Goethe bezeichnet.

Nach seinem Tod wurde er auf dem Stuttgarter Pragfriedhof, welcher zwei Jahre zuvor eröffnet wurde, beigesetzt.

In seinem Buch: 'Lauter Kleinigkeiten zwar..., Auf den Spuren von Eduard Mörike' schreibt Adolf Schahl: '... Das aufwendige Grabmal will so garnicht zu ihm passen. Ein paar Schuhe darauf, einen Stab und einen Hut dazu, so hatte er sich einst seinen Grabstein als den eines ruhenden Pilgermannes erträumt'.

Laut der alten Konzessionsregister war Mörike's Grab zunächst nur eine Werksteinfassung. Über die Ausführung ist darin nichts vermerkt.
Am 29. August 1904 hat der Bildhauer Klemm die Entfernung und Versetzung eines neuen Grabsteins angezeigt, welcher nach Entwürfen der Architekten Vollmer und Jassoy entstanden ist.



Eines seiner bekanntesten Werke ist sicherlich die Novelle 'Mozart auf der Reise nach Prag', sowie eines seiner bekanntesten Gedichte 'Frühling lässt sein blaues Band'.

Weitere bekannte Werke Mörike's sind u.a.:
  • Maler Nolten
  • Der Bauer und sein Sohn
  • Die Regenbrüder
  • Die Idylle vom Bodensee oder Fischer Martin
  • Das Stuttgarter Hutzelmännlein, darin enthalten 'Die Historie der schönen Lau' - später in einem der Tatort-Krimis thematisiert
  • Gedicht - welche teils vertont wurden

Das Grab ist in der Abteilung 10, Reihe 1, Folge 23, 24, 25 zu finden.





Das Tondo auf dem Grabstein zeigt Eduard Mörike im Profil,












Im Sockel ist eine Bronze-Platte mit dem Namenszug den dem Geburts- und Sterbejahr Mörike's eingelassen.







Die Steinplatte rechts neben dem Grabstein zeigt folgende Worte:

HERR  DIR  IN  DIE  HÄN
DE  SEI  ANFANG  UND 
ENDE SEI ALLES GELEGT

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